Geo Terra - Geologische Beratungsgesellschaft mbH
 
 

Ablauf von Bodenluftmessungen

Für die Entnahme von Bodenluftproben müssen zunächst geeignete Entnahmestellen geschaffen werden. Hierbei unterscheidet man grundsätzlich 1) temporäre Entnahmestellen sowie 2) stationäre Entnahmestellen. Bei den temporären Entnahmestellen handelt es sich um abgedichtete Bohrlöcher (Entnahme mittels Sonde / Lanze) oder um provisorisch stabilisierte Bohrlöcher. Bei stationären Entnahmestellen werden Bohrlöcher mittels Filter- und Aufsatzrohren aus Kunststoff oder Stahl, einer Filterkiesschüttung, einer Tonplombe zur Außenluftabdichtung sowie einer Verschlusskappe ausgebaut.

Einzelheiten zur Probenahmestrategie und verschiedenen Probenahmetechniken sind in den VDI-Richtlinien 3865 Blatt 1 und Blatt 2 erläutert.

Bei der Entnahme und Untersuchung von Bodenluftproben wird zwischen Direktverfahren und Anreicherungsverfahren unterschieden. Grundsätzlich wird mit Entnahmesonden, Absaugvorrichtungen oder Gassammelvorrichtungen eine Bodenluftprobe entnommen und in einem Gassammler zwischengespeichert, einem Vor-Ort-Messgerät zur Analytik zugeführt oder beim Anreicherungsverfahren über spezielles Adsorbermaterial (Aktivkohle, XAD-Harz, Tenax) geleitet. Die Bodenluftproben bzw. die beladenen Adsorbermaterialien werden im Anschluss im Labor chemisch untersucht.

Da neben der Art der Probenahmestelle, dem Beprobungsverfahren und den örtlichen Bodenverhältnissen auch die meteorologischen Bedingen die Ergebnisse einer Bodenluftuntersuchung stark beeinflussen, ist für jede Bodenluftprobe ein gesondertes Probenahmeprotokoll anzufertigen.